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WWE 2K16 (PS4) - I'll be back

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8.4

Sehr Gut

Die letztjährige Veröffentlichung der Wrestlinghelden auf dem Weg zu den NextGen-Konsolen war ambitioniert, aber eine Schmach der Serie. WWE 2K15 war grafisch meist überzeugend, doch inhaltlich als auch mechanisch ein Blechschaden. Der japanische Entwickler Yuke’s hatte es nicht immer sehr leicht. Unter dem Dach vom Publisher THQ hatte die WWE-Serie ein angenehmes Wohnzimmer gefunden, auch damals war das Entwicklerteam von Yuke’s dabei, doch als THQ ihre Pforten auf Grund der Insolvenz schließen musste, sah man ein Ende der Serie kommen. Glücklicherweise übernahm der Publisher 2K die Lizenz und auch die gute Entscheidung, die Entwicklung bei Yuke’s zu belassen. Kurze Zeit darauf veröffentlichte man den ersten Teil unter dem 2K-Sports-Label, doch die meiste Arbeit war schon getan und somit hatte 2K kaum Einfluss auf das Spiel.

Beim Nachfolger WWE 2K15 sollte sich alles ändern, doch zu den altbekannten Systemen PS3 und Xbox 360, gesellten sich auch die NextGen Konsolen dazu, eine weitere Hürde. Das Ergebnis wie schon erwähnt war nicht berauschend. Jetzt hatte man ein weiteres Jahr erhalten, man konnte auf das Feedback der Community achten und sich mit den 2K-Sports-Entwicklern Visual Consepts zusammensetzen.

WWE_2K16_03_11_15_005Für den Neuanfang hat man sich direkt einen altbekannten Star der WWE-Szene als Coverboy geholt, Stone Cold Steve Austin, vor allem bekannt aus der Attitude-Ära von WWE, die von Rebellion und dem Ausbruch aus der Family Entertainment Richtung geprägt war. Für die Ausrichtung des Unterhaltungssports eine sehr Wichtige Revolution, WWE 2K16 beginnt hier jetzt keine Revolution macht aber deutlich viele Dinge richtiger als der Vorgänger. Allein das in 2K15 eingeführte Kettenwrestling-System, das von Fans zwiespältig aufgenommen wurde, flutscht nun deutlich besser.

Auch das Kontersystem wurde Überdacht, wir haben jetzt ein weitaus größeres Zeitfenster um die Kontertaste zu drücken, doch dies nicht mehr unbegrenzt. Wir erhalten zu Beginn ein Konterguthaben den wir schlau und taktisch einsetzen müssen, den ist das Konto leer, müssen wir lange warten bis neue Punkte aufgeladen werden.

Der Umfang des Spiels ist zum Vorgänger auch gestiegen, an Spielmodis ist wieder alles enthalten, was man als Wrestlingfan sich nur wünschen kann. Hatte man auch letztes Jahr noch vergleichsweise kleine Anzahl an Charakteren, darf man sich diesmal zwischen über 120 Superstars entscheiden. Nicht nur an aktuellen Stars der Szene darf man sich bedienen, sondern auch Legenden der alten Jahre darf man bestaunen. Vor allem Vorbesteller durften sich auf den Terminator Arnold Schwarzenegger freuen. Zwar fehlen ein paar der Athleten noch im LineUp, doch 2K wird diese per DLC noch nachreichen. Doch ein ehemaliger Star der Szene wird wohl nie zurückkommen dürfen, der nach einem Rassismus-Skandal aus der WWE ausgeschlossene Wrestler Hulk Hogan.

WWE_2K16_03_11_15_002Ein Spielmodi was uns angetan hat ist der Karrieremodus, hier lenken wir die Geschicke eines selbst erstellten Wrestlers, auf dem Weg von der NXT zur WWE Bühne. Nicht nur während des Kampfes steuern wir unseren Charakter, sondern dürfen auch in den Zwischenszenen unsere Charakterzüge festigen. Leider müssen wir aber an dieser Stelle erwähnen, dass der Editor langsam verstaubt, einst ein Vorzeige-Feature bleibt er doch weiterhin auf dem Stand alter Tage.

An der Spielmechanik hat sich grundlegend nichts geändert, 2K16 ist nach wie vor ein sehr technisches Spiel. Jede Aktionen muss wohl überlegt sein, bedeutet dafür auch das man nicht einfach so ins Spiel einsteigen kann, als Anfänger sollte man unbedingt etwas Zeit investieren, um das Spiel kennenzulernen. Das Spieltempo wurde gegenüber dem Vorgänger runtergeschraubt, soll aber jetzt kein Stolperstein sein, sondern es hilft dem Spiel und macht es Spielbarer. Dies war eine sehr wichtige und gute Entscheidung seitens des Entwicklers, das Spiel ist somit entspannter und zugänglicher.

Nicht nur der Editor verstaubt und trauert längst vergangenen Tagen nach, auch die Technik sollte in die Inspektion, man merkt deutlich dass der Motor viele Kilometer gefahren ist. Am alten Technikgerüst der Reihe festzuhalten, umso weiterhin im jährlichen Rhythmus die Serie zu veröffentlichen ist der falsche Weg. An allen Ecken des Spiels merkt man, das die Engine in die Jahre gekommen ist und ihren jugendlichen Elan verloren hat. Und dies sieht man deutlich bei den Effekten, Grafikdetails oder Animationen, vor allem der Qualitätssprung beim Übergang vom Einmarsch zu den Kommentatoren ist erschreckend.

Mehr Aufmerksamkeit hat hier das Publikum erhalten, die Modelle wurden überarbeitet und sind besser in Aktion. Dieses Lifting fehlt leider den Moderatoren. Auch wenn wir hier sehr stark in die Kritik gehen, ist WWE 2K16 auf dem besten Weg zu den alten Qualitäten und lässt den Vorgänger weit hinter sich.

Good

  • interessante Karriere mit Entscheidungen
  • Kontersystem zwingt zum Taktieren
  • Auswahl an über 120 Kämpfern
  • gelungene Publikumsmodelle
  • interaktive Arenen
  • schön in Szene gesetzte Klassikermatches

Bad

  • Wrestler sehen Vorbildern teils nicht ähnlich
  • veraltete Engine
  • Online- Modus ohne Lobbysystem
  • Physik und Kollisionsabfrage nicht immer akkurat
  • keine eigenen Musiken/Einmarschvideos
  • Kommentar wiederholt sich schnell
8.4

Sehr Gut

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