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Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain (PS4) - Durch die Gebiete von Afghanistan und Afrika

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9.1

Genial

Metal_Gear_Solid_5_The_Phantom_Pain_14_09_15_006Nach den Meinungsverschiedenheiten in der Vergangenheit zwischen Konami und Hideo Kojima, die daraufhin in der Presse aufkochten, veröffentlicht nun Konami den letzten Teil des vom Serienerfinder Hideo Kojima entwickelten Metal-Gear-Solid-Reihe. Wir hatten das Vergnügen Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain durchzuspielen und möchten euch hier unseren Test näherbringen.

Im letzten Teil zerstört die mächtige Cipher-Organisation die Basis von Snakes Söldnertrupp, er selbst wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Neun Jahre später wacht Snake in einem Krankenhaus auf Zypern auf und das mit Folgen, sein linker Arm wurde amputiert und durch eine Prothese ersetzt, in seinem Schädel stecken Splitterfragmente. Und als wäre das nicht schon genug, versuchen Cipher-Kampftrupps in das Hospital einzudringen, um gnadenlos Jagd auf Snake zu machen. Am Ende befreit uns unser guter Kumpel Ocelot aus dem Schlamassel.

Nach der Action im Krankenhaus geht es allerdings erstmal gemächlicher zur Sache. Nach Rache aus müssen wir erstmal eine neue Söldnertruppe auf die Bein stellen, um an Cipher und dessen narbengesichtigen Anführer Skull Face ran zukommen. Natürlich brauchen wir auch dafür Hilfe, diesbezüglich müssen wir unseren alten Kampfgefährten Kazuhira Miller retten, der sich von russischen Besatzern verschleppt in Afghanistan befindet.

Metal_Gear_Solid_5_The_Phantom_Pain_14_09_15_004Neben der kargen Wüsten- und Gerölllandschaft nördlich von Kabul, geht es auch später noch in die Steppen von Afrika. In laufe der Story treffen wir mehrmals auf Skull Face und seine Einheit, auch erfahren wir das dieser Bösewicht an einer besonderen Waffe bastelt. Da die Metal-Gear-Solid-Reihe traditionell sehr großen Wert auf die Story legt, möchten wir hier an dieser Stelle nicht näher drauf eingehen. Obwohl die 30-stündige Hauptstory einige nette Twists auf Lager hat, kann The Phantom Pain nicht mit einem Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots mithalten. Die Story kommt nach dem sehr guten Prolog erst sehr langsam in Fahrt und auch recht vorhersehbar, am Ende läuft es dann ordentlich. Ebenfalls ernüchternd ist, dass Duelle mit denkwürdigen End- und Zwischenbossen in The Phantom Pain über die gesamte Spielzeit kaum bis gar nicht stattfinden.

Wir unternehmen knapp 50 Hauptmissionen in den beiden großen Gebieten, dabei nutzen wir viele unterschiedliche Waffen und Gadgets, die wir nach und nach erhalten. Die Aufträge sind recht simple, meist müssen wir nur jemanden retten oder außer Gefecht setzen, Waffen sicherstellen oder Fahrzeuge zerstören. Wie wir diese Aufträge erfüllen bleibt dabei ganz in unserer Hand, ganz anderes wie in den anderen Teilen der Serie.

Metal_Gear_Solid_5_The_Phantom_Pain_14_09_15_003Neben den Missionen ist ein weiterer Wichtiger Baustein des Spiels unsere Basis auf den Seychellen. In beiden Gebieten können wir Ressourcen sammeln die wir wiederum in die Verbesserung der Base einsetzen können. Dafür hilft uns ein cooles Feature und zwar unser iDroid-Gadget, hiermit können wir unsere Base verwalten. Da die Base nicht nur aus unserem Charakter und jeder Menge Ressourcen überlebt, brauchen wir auch weitere Hilfe, diese holen wir uns aus den Missionen. Bewusstlose oder gewürgte Gegner sammeln wir, wie auch Waffen und Ressourcen per Fulton-Ballon auf, diese befinden sich dann in unserer Base, dort arbeiten sie dann in verschiedenen Bereichen der Base, z.B. in der Medizin- oder Unterstützungs-Abteilung. Wie wir die Base managen ist auch uns überlassen, entweder lassen wir die Soldaten automatisch sich den einzelnen Bereichen zuweisen oder wir kümmern uns selbst darum. Das Basenmanagement ist kein nettes Gimmick, sondern ein zentrales Spielelement von Metal Gear Solid 5, auch deshalb können wir selbst unsere Base betreten und mit dem Personal quatschen.

Zur Motivation der Spieler gesellen sich zu den knapp 50 Hauptmissionen noch zusätzliche Missionsziele, die nach dem ersten Durchlauf freigeschaltet werden, darunter zum Beispiel „Werde nicht entdeckt“ oder „Rette alle Gefangenen“. Zusätzlich gesellen sich noch über 150 Nebenmissionen. Ein enormer Umfang.

Metal_Gear_Solid_5_The_Phantom_Pain_14_09_15_001Kommen wir noch zum Technischen, hier können wir nur positives über das Open-World-Spiel vermelden. Die Fox-Engine beweist ihre power anhand der beiden sehr großen und detaillierten Gebiete, kann sich aber mit einem aktuellen The Witcher 3 Wild Hunt nicht messen, Dafür sind die beiden Gebiete einfach zu schlicht, leblos und eintönig. Was man am Spiel auch merkt, ist das dieser Titel eigentlich für die letzte Konsolengeneration entwickelt wurde, dies beweisen einige grob wirkende Texturen, vor allem in der Entfernung weist die Detailzeichnung der Landschaft deutliche Schwächen auf. Dafür läuft das Spiel auf der PS4 in 60 fps sehr flüssig.

Am meisten freuen wir uns über die Charaktermodelle die mit etlichen Details versehen sind, die geschmeidigen Animationen sind wie auch die Zwischensequenzen eine Klasse für sich, ebenso sind die Wettereffekte im Spiel super verarbeitet, wie auch die Licht und Schatteneffekte finden wir fantastisch. Auch zum Thema Sound hat sich Hideo Kojima und sein Team übertroffen, eine hervorragende englische Vertonung samt deutscher Untertitel und die zur jeder Szene passende Musikuntermalung. Im Spiel solltet ihr auch unteranderem über die versteckten Musikkassetten stolpern, mit den Hits der Achtziger lest sich ein Helikopterflug mit einer komplett anderen Atmosphäre erleben.

Good

  • hervorragend choreographierte Zwischensequenzen
  • fantastische Licht und Schatteneffekte
  • stabile Bildrate mit 60fps
  • 50 Hauptmissionen + über 150 Nebenmissionen
  • typischer Kojima-Humor
  • zig Mother-Base-Optionen

Bad

  • Geschichte kommt schleppend in Gang
  • Maps leblos und eintönig
  • Gegner teilweise zu aufmerksam
  • vereinzelte schwache Texturen
  • Detailzeichnung der Landschaft weist deutliche Schwächen
  • Speicherpunkte nicht immer optimal
9.1

Genial

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