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FIFA 16 (PS4) - Jetzt kommt die Entscheidung im El Clásico

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Genial

Der Kampf beginnt, das El Clásico, das Treffen zweier großer Rivalen im Fußball. Das originale El Clásico ist ein Treffen der beiden großen spanischen Fußballclubs, Real Madrid und FC Barcelona, in den Medien wird mittlerweile auch das Zusammentreffen von Borussia Dortmund und dem FC Bayern als deutsches El Clásico betitelt. Auch im simulierten Fußball gibt es eine bekannte Rivalität und jedes Jahr ein neues zusammentreffen zwischen den Fußballsimulationen Pro Evolution Soccer von Konami und FIFA von Electronic Arts. Wer hat die Nase vorn? Wer bekommt die 3 Punkte oder ist es diesmal ein Unentschieden?

FIFA_16_15_10_15_001USA ist Fußball-Weltmeister! Dieser Titel muss dem Pablisher EA große Freude bereitet haben. Na gut ihr habt uns erwischt, Deutschland ist natürlich Fußball-Weltmeister, aber wir reden hier vom Frauenfußball. Zwar werden einige jetzt sagen Frauenfußball ist kein Fußball, desto trotz hat sich EA entschieden Frauenfußball im neuen FIFA zu integrieren. Auch wenn es so aussieht ein Marketing-Gag ist dies nicht, der Entwickler hat sich viele Gedanken gemacht und dies auch gut umgesetzt. Viele Dinge sind anders gegen über dem Männersport, die Räume sind deutlich auf dem Feld größer, den Torhüterinnen unterlaufen häufiger Flankenbälle, auch das Tempo ist langsamer und die Bewegungen der Spielerinnen sind weiblicher, dies Dank des Motion Capturing.

Frauenfußball besitzt an sich eine sehr große Fangemeinde in den USA und Canada, dies trug letztens nicht nur die Fußball-WM in Kanada bei. Da ist es doch merkwürdig warum EA das besagte WM-Turnier nicht nachspielen lässt, dafür gibt es aber ein Länderpokal für zwölf Teams. Leider fehlen darunter noch Spitzenmannschaften wie Japan oder Norwegen, trotzdem ist dieses Feature eine super gelungene Ergänzung und ein großes Plus gegenüber PES 2016.

FIFA_16_15_10_15_002Doch gehen wir zurück zum Männersport, zurück zum El Clásico der Videospiele, FIFA vs. PES.

Wie schon PES 2016 hat auch FIFA 16 viele Modis im Gebäck, Einzelmatches, Turniere, Be-A-Pro Modus, Karriere, FUT usw. Wie auch PES 2016 gibt es bei FIFA auch nur Feintuning zum Beispiel im Karriere-Modus, wo wir entweder komplette Mannschaften oder einzelne Spieler trainieren und so zu Spitzenkräften züchten können. In jeder Woche können wir die Eigenschaften unserer Schützlinge in bis zu fünf kurzen Trainingsspielchen verbessern. Wer dies aber nicht unbedingt selbst spielen will, der kann auch diese Übungen simulieren.

Dieses Feature ist eine Bereicherung und ist somit ein Stück der Realität angelehnt. Zwar ist die Inszenierung der Karriere in den Menüs sehr schlicht und öde, Neuigkeiten werden einfach auf Texttafeln gezeigt, doch das Gesamtpaket macht dies wieder wett. Allein schon das Lizenzpaket das FIFA anbietet ist enorm, über 650 Mannschaften, mehr als 30 Ligen, nicht nur die Top Ligen Europas, sondern auch bekannte Ligen außerhalb und untere Ligen, leider zählt die dritte Bundesliga nicht dazu.

FIFA_16_15_10_15_004Neben dem altbekannten Karriere-Modus hat sich bei der FIFA-Reihe ein Modus Namens Ultimate Team (kurz FUT) etabliert. Hier kann der Spieler aus verschiedenen Vereinsmannschaften seine Wunschelf zusammenstellen – doch dies kostet jede Menge Zeit und auch viel Geld, in diesem Modus könnt ihr entweder Spieler kaufen entweder durch die Ingame-Währung oder durch „FIFA Points“ oder ihr tauscht Spieler mit anderen.

Neu dazugekommen ist die Draft-Variant, ihr kommt hier zwar schneller zur einer Spitzenmannschaft, doch leider bleibt dieser Kader nur für vier Spiele bestehen, dann braucht ihr 15.000 Münzen oder 300 FIFA Points (Kostenpunkt: 3 Euro) für jeden weiteren Versuch. Eine unterhaltsame Ergänzung für Ultimate Team.

Genauso beliebt wie dieser Modus ist, wird er von genauso vielen gehasst. Für die einen ist das Sammelkarten-Feilen an der eigenen Traummannschaft eine süchtig machende Spaßgranate, für die anderen süchtig machende Abzocke. Doch neben FUT gibt es auch genügend mikrotransaktions-losen Fußball, was den Preis den Spiels rechtfertigt.

FIFA_16_15_10_15_003Kommen wir aber mal zum wesentlichen und zwar zum Gameplay. Ein guter Spielaufbau beginnt hinten in der Verteidigung, dazu zählt auch der Torhüter, diese spielen konstanter als in den Vorjahren machen weniger Fehler. Leider vermissen wir den modernen Torhüter, selbst Manuel Neuer, im echten Leben bekanntlich Teilzeit-Libero, steht überwiegend fest verwurzelt im Tor. Im neuen Teil gibt es auch weniger „Eins gegen Eins“ Situationen, hierfür sorgen die Abwehrreihen, in FIFA 16 stehen sie deutlich besser und werden nicht so häufig von Steilpässen überlaufen.

Auch sorgt das „Tactical Defending“ für eine gute Defensivarbeit, auf Knopfdruck können wir uns bis zum Gegenspieler heranlaufen, um dann dort selbst zu entscheiden, wann und wie wir den Ball gewinnen. Haben wir den Ball in unseren eigenen Reihen spielt natürlich das Mittelfeld eine sehr große Rolle, hier hat sich auch einiges geändert. Das Mittelfeld kann man nicht mehr so leicht mit Sprints oder Passstafetten überbrücken, dafür sorgt natürlich auch das „Tactical Defending“ des gegnerischen Teams. Kluges Passspiel, durch die Mitte als auch über die Flügel, ist also Pflicht.

Haben wir das Mittelfeld überwunden geht es jetzt richtig zur Sache. Damit wir erfolgreich sein können müssen wir Gefühl beweisen, einfach drauf ballern wird nicht zum Erfolg führen. Die Ballphysik wurde bei FIFA 16 weiterhin verbessert und befindet sich auf einem richtig guten Niveau. Ganz so wahnwitzig wie bei Pro Evolution Soccer sind die Strafraumszenen jedoch nicht. Hinzu kommt, dass die KI bei FIFA 16 vor dem Tor seltene, aber spürbare Aussetzer hat. So kam es im Test mehrfach vor, dass ein KI-Kicker auf der Stelle herumzappelte, statt Abprallern nachzusetzen.

FIFA_16_15_10_15_005Ein sehr wichtiger Bestandteil von FIFA 16 ist die Taktik, die dank der übersichtlichen Menüs jedoch angenehm simpel ist. Die Ausrichtung der wirkt sich spürbar auf einzelne Spieler aus. So können die Stürmer zum Beispiel ganz vorne in der Spitze lauern oder sich mit dem Rücken zum Tor am Passspiel beteiligen.

Kommen wir zur Präsentation, wie von EA gewohnt sehr hohes Niveau, 50 Stadien, davon 6 originale Bundesliga Arenen, sind sehr detailliert gestaltet und bieten eine echte Stadionatmosphäre. Auch die Spieler sehen einfach besser aus als beim Konkurrenten PES, einen Tick authentischer, allerdings gibt es noch viele prominente Spieler eigens individuell gestaltetem Gesicht. Die Inszenierung der Matches ist immer noch Königsklasse, selbst an den Freistoßspray hat EA gedacht, da fragt man sich wann denn die ersten Flitzer dazu stoßen. Leider hat aber EA in Sachen Sound einen Bug gemacht, der Sound ist genial überzeugend, aber manche Fangesänge passen oft nicht zum Spielgeschehen oder zu den Vereinen.

Obwohl EA das Kommentatoren-Duo Manni Breuckmann und Frank Buschmann auf einer Position durch Wolff Fuss ausgewechselt wurde, bleibt sich EA bei den Sprüchen treu, immer wieder haben wir kuriose Kommentare zum Spiel.

Zum Abschluss möchten wir die beiden Rivalen uns nochmals anschauen und müssen einen leichten Vorteil für EAs FIFA 16 ausmachen. Zwar ist PES16 im Gameplay und in der Physik ein Ticken besser, doch die Präsentation und Atmosphäre von FIFA 16 machen dieses wett, dazu kommen noch die Lizenzen und der Umfang, somit ein klarer Sieg im El Clásico für FIFA 16.

Hier geht es weiter zur PES 16 Review.

Good

  • sehr gute Ballphysik
  • gewaltiges Lizenzpaket mit über 30 Ligen und 650 Teams
  • aufgebohrter Karriere-Modus
  • erstes FIFA inklusive Frauenfußball
  • verbesserter Ultimate-Team-Modus
  • gute Raumaufteilung der verteidigenden Teams

Bad

  • verstärkte Flachpässe etwas überdreht
  • Spieltempo teils etwas hoch
  • teils nicht passende Fangesänge
  • kein moderner Torhüter
  • Schiedsrichter manchmal mit krassen Fehlentscheidungen
  • kein Hallenfußball
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